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Saab Global

Saab erhält Auftrag für mobile Luftverteidigung aus Litauen

Saab hat den dritten Auftrag für das Mobile Short Range Air Defence (MSHORAD)-System von der litauischen Beschaffungsagentur für Verteidigungsgüter erhalten. Der Auftragswert beträgt etwa 1,4 Milliarden SEK, mit Lieferungen im Zeitraum 2026–2030.

Saab MSHORAD missile firing unit on Oshkosh JLTV

Saab wird der litauischen Armee eine dritte Batterie des MSHORAD liefern. Das System wird von Saab in die von Oshkosh hergestellten JLTV 4x4-Fahrzeuge integriert.

„Wir sind stolz darauf, weiterhin zum Schutz des litauischen Luftraums beizutragen. Unser mobiles Luftverteidigungssystem kann selbst den fortschrittlichsten Gegenmaßnahmen standhalten und gibt dem Nutzer die Fähigkeit, das Erwartete zu planen und erfolgreich auf das Unerwartete zu reagieren“, sagt Görgen Johansson, Leiter des Geschäftsbereichs Dynamics bei Saab.

MSHORAD ist Saabs fahrzeugintegrierte mobile Luftverteidigungslösung, die als Schutzschild für bewegliche Einheiten fungiert. Sie besteht aus mobilen Radar- und Feuerkomponenten, basierend auf der Kurzstrecken-Luftabwehrrakete RBS 70 NG und dem Giraffe 1X-Radar, die alle über ein Kommando- und Kontrollsystem (GBAD C2) und eine Datenverbindung zwischen den Einheiten vernetzt sind. Das System ermöglicht eine schnelle und effektive Erkennung, Identifizierung und Bekämpfung von Luftbedrohungen.

Saab-Giraffe1X
18
Mai
News

Der Vertrag umfasst 17 Giraffe-1X-Radargeräte für die französischen Streitkräfte. Ein Giraffe-1X-Radar wird zu Test- und Evaluierungszwecken eingesetzt, die übrigen 16 werden auf dem Fahrgestell Scania V3P installiert – einem taktischen Fahrzeug, das von Scania France und der zugehörigen Sparte SPAD (Scania Public and Defense) im französischen Angers entwickelt wurde. Zum Auftragsumfang gehören zudem Ersatzteile, Schulungen sowie Support. Saab und Scania France haben für die Vertragslaufzeit ihre Ressourcen gebündelt und ein gemeinsames Konsortium gegründet. Die Auslieferung der Radargeräte erfolgt zwischen 2026 und 2027. „Wir sind stolz, gemeinsam mit Scania France an diesem bedeutenden Auftrag mitzuwirken, mit dem die Luftverteidigungsfähigkeiten der französischen Streitkräfte im Nah- und Nächstbereich modernisiert werden sollen“, erklärt Carl-Johan Bergholm, Leiter des Saab-Geschäftsbereichs Surveillance. Das Giraffe 1X ist ein kompaktes, leistungsstarkes 3D-Radar, das bei zahlreichen Kunden bereits unter Vertrag steht und im Einsatz ist. Das Radarsystem lässt sich für die Luftverteidigung, die Abwehr unbemannter Luftfahrzeugsysteme (C-UAS) und zum Schutz von Gebäuden und Anlagen nutzen und verfügt zudem über maritime Einsatzmöglichkeiten für die meisten Schiffstypen. Giraffe 1X ist softwarebasiert und lässt sich kontinuierlich aktualisieren, um neuen Bedrohungen zu begegnen.

Saab und Scania France haben gemeinsam mit der Direction générale de l’Armement (französische Generaldirektion für Rüstung) einen Vertrag über die Lieferung von Giraffe-1X-Radaren sowie die Entwicklung einer Lösung mit taktischen Fahrzeugen von Scania für die französischen Streitkräfte unterzeichnet.