Schweizer Zentrum verändert Europas Rüstung
In einer Zeit wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen sind neben Schnelligkeit vor allem Qualität und Präzision gefragt. Zwei Aspekte, die nicht umsonst mit der Schweiz verbunden werden, auch im Bereich Verteidigung. Mit dem Kompetenzzentrum für Large Caliber Ammunition (LCA) und Gefechtsköpfe von Saab in der Schweiz vereint das Rüstungsunternehmen hochspezialisiertes Know-how, modernste Infrastruktur und agile Innovationskraft, die in dieser Form weltweit ihresgleichen sucht. Während Wettbewerber entweder in Forschung oder Produktion glänzen, beherrscht Saab in der Schweiz die gesamte Wertschöpfungskette.
Einzigartige Infrastruktur schafft technologischen Vorsprung
Was unterscheidet Saab‘s Kompetenzzentrum in der Schweiz von anderen Entwicklungsstandorten? Die Antwort liegt in der Kombination aus Forschungs- und Entwicklungskapazitäten mit einer vollintegrierten Testinfrastruktur. Von dem Design innovativer Gefechtsköpfe – mit einem präzisen Zusammenspiel von Sprengstoff und Mechanik – über die Prototypenentwicklung bis zur Optimierung von Serienprozessen: alle kritischen Schritte erfolgen an einem Ort. Bei Saab in der Schweiz entstehen nicht nur theoretische Designs – sie werden im hauseigenen Testbunker unter realistischen Bedingungen validiert. Die Fähigkeit, Simulationen direkt in praktische Versuche zu überführen, macht das Unternehmen besonders agil und flexibel. Ideen und Prozesse können dadurch unmittelbar umgesetzt und evaluiert werden. Resultat dieser vertikalen Integration sind Produkte, deren Leistung im Verhältnis zur Kalibergröße deutlich über jenen der Wettbewerber liegen.
Saab Bofors ist weltweit für seine Minenräumprodukte im zivilen und militärischen Bereich bekannt. Zusammen mit einem international tätigen Schweizer Partner entwickeln und produzieren wir Trennsysteme für Raumfahrtprogramme.
Schweizer Ökosystem als strategischer Vorteil
Die Wahl der Schweiz als Standort für das Kompetenzzentrum ist kein Zufall. Das Team verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Gefechtskopfentwicklung und kombiniert akademische Exzellenz mit praktischer Ingenieurskunst. Hinzu kommt die für Schweizer Präzisionsindustrie typische Qualitätskultur. Während Prototypenentwicklung eine Disziplin ist, stellt die Sicherstellung gleichbleibender Präzision in der Serienproduktion die eigentliche Herausforderung dar – eine Herausforderung, die das Kompetenzzentrum mit außergewöhnlicher Konstanz meistert.
Die Schweiz bietet zudem ein einzigartiges Ökosystem für High-Tech-Verteidigungsentwicklung: herausragende akademische Institutionen in Materialwissenschaften, Engineering, Physik und Chemie, ein dichtes Netzwerk spezialisierter Industriepartner sowie ein Pool hochqualifizierter Fachkräfte. Die enge Verzahnung mit Schweizer Universitäten ermöglicht Zugang zu neuesten Forschungsergebnissen und hochqualifizierten Arbeitskräften.
Vom Komponentenlieferanten zum Technologieanbieter
Als globaler B2B-Player entwickelt das Schweizer Kompetenzzentrum von Saab Hochleistungskomponenten für die internationale Verteidigungsindustrie – von Sprengstoffen über pyrotechnische Lösungen bis zu kompletten Gefechtskopfsystemen. Die Produktion alleine steht bei Saab nicht im Vordergrund. Vielmehr sieht sich das Unternehmen als Technologie- und Prozessschmiede, die Innovationen für morgen konzipiert, produziert und gleichzeitig strategische Lizenzpartnerschaften eingeht. Das jüngste Beispiel dafür: In Polen kooperiert Saab Schweiz mit Dezamet aus der polnischen PGZ-Gruppe. Im Rahmen eines Memorandum of Understanding erhält der Partner die Rechte zur Produktion und zum Vertrieb spezifischer Produkte wie Mörsermunition in Polen, die intellektuelle Wertschöpfung verbleibt jedoch in der Schweiz – sie ist sozusagen die „Patentschmiede".
Einblicke in Saab-Alltag
Knappe Ressourcen erfordern neue Ideen
Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage ist die Nachfrage deutlich gestiegen – und zwar nicht nach günstigen Lösungen, sondern nach Hochleistung mit kürzesten Lieferzeiten. Das ist erfreulich auf der einen Seite, aber bringt auch Herausforderungen mit sich: Die dafür benötigten Ressourcen sind nämlich ohnehin knapp, volatile Lieferketten befeuern die Situation zusätzlich. Saab Schweiz begegnet dieser Herausforderung mit zwei Ansätzen: Einerseits setzt das Team auf disruptive Innovation, andererseits auf Recycling. In verschiedenen Verfahren geht es insbesondere darum, Prozessabfälle wiederaufzubereiten, um sie an anderer Stelle wieder einzusetzen – Nachhaltigkeit trifft Kosteneffizienz. Parallel entstehen auch in anderen Sektoren neue Lösungen. Selbst die zivile Raumfahrt profitiert von der Expertise explosive Energie präzise zu kontrollieren und mechanisch zu nutzen.
Wachstum braucht Raum
Mit dem Erfolg wachsen auch die Anforderungen an den Standort. Steigende Auftragseingänge erfordern simultane Kapazitäten für Entwicklung und Produktion – eine komplexe Aufgabe bei der Arbeit mit Sprengstoffen. Die Suche nach geeigneten Erweiterungsflächen für Testumgebungen gestaltet sich anspruchsvoll. Saab zeigt aber auch, dass ein derartiges Kompetenzzentrum zur technologischen Souveränität Europas wesentlich beiträgt und kritisches Know-how sichert. Die doppelte Vision – Bewahrung traditioneller Kompetenzen für die Schweizer Artillerie bei gleichzeitigem Ausbau als internationales Forschungszentrum – verdient planungssichere Rahmenbedingungen. Das Lizenzmodell demonstriert, wie Schweizer Innovationskraft mit europäischer Produktionskapazität zur Stärkung kontinentaler Verteidigungsfähigkeit kombiniert werden kann.
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Saab in der Schweiz
In der Schweiz verfügt Saab über ein langjähriges, vielschichtiges und breites Lieferanten- und Kundennetzwerk im Bereich der zivilen und militärischen Sicherheit. Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit bilden die Eckwerte unseres Handelns.
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